Elf wichtige Sicherheitstipps für ein unbeschwertes Urlaubsvergnügen

Das Wasser glasklar, die Sonne scheint, und der Berg ruft. Einheimische und Urlauber wollen diese Sommertage voll auskosten. Doch wie verhält man sich richtig am Berg, beim Schwimmen und Tauchen? Der Tourismusverband Attersee-Attergau hat Experten befragt und präsentiert die wichtigsten Sicherheitstipps für Berg, See und Alm.

Wichtige Tipps für mehr Sicherheit im und am Wasser:

  1. Kühl dich vor dem Schwimmen ab!

Egal ob jung oder alt: Um einer Kreislaufschwäche beim Gang ins Wasser vorzubeugen, ist es wichtig, den Körper langsam an die kühlere Wassertemperatur des Sees zu gewöhnen. Daher gilt: Zuvor eine Dusche nehmen oder sich im Uferbereich langsam auf das bevorstehende Badevergnügen vorbereiten – dann steht der Schwimmrunde nichts mehr im Wege.

  1. Bleib in Ufernähe und sorge vor!

Beim Schwimmen ist es ratsam, stets in Ufernähe zu bleiben, um im Fall einer Kreislaufschwäche oder eines Krampfes schnell an Land zu gelangen. Sollte man dennoch eine längere Runde planen, bietet sich die Mitnahme einer Schwimmnudel oder einer Schwimmboje als Hilfsmittel an.

  1. Lass Kinder am und im Wasser niemals unbeaufsichtigt!

Selbst niedrige Wassertiefen können für Kleinkinder bereits zur Gefahr werden, daher sollte man Kinder niemals unbeaufsichtigt in die Nähe von Wasser lassen. „Ertrinken ist ein lautloser Tod – die Vorstellung, dass die Gefahr durch Schreien und Abwehrgeräusche der Ertrinkenden rechtzeitig erkannt werden kann, ist falsch und kann dramatische Folgen haben“, erklärt Martin Eberl, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Wasserrettung.

  1. Realistische Selbsteinschätzung treffen!

Ein sicherer Umgang mit dem Paddle und eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens sind Grundvoraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang beim Stand-Up-Paddling. Darüber hinaus ist es bei Wassersport-Aktivitäten wie SUP unerlässlich, stets das Wetter im Auge zu behalten, um bei Wetterumbrüchen rasch reagieren zu können.

Sicherheitstipps für Taucher:

  1. Persönliche Checkliste durchgehen!

Vor jedem Tauchgang ist zuerst die Frage zu klären, ob sich jedes Mitglied des Tauchteams physisch und psychisch in Stande sieht, den Sport auszuüben. Mit einer persönlichen Checkliste können die wichtigsten Fragen geklärt werden: Fühlt man sich bei guter Gesundheit? Passen die äußerlichen Bedingungen (Hitze, Kälte, Regen etc.) zur Planung und kann eine sichere Tour gewährleistet werden? Sind die passende Ausrüstung und Ausbildung für den Tauchgang vorhanden? Fühlt man sich in der Tauchgruppe wohl und kann allen Mitgliedern vertrauen? Um Selbstüberschätzung zu vermeiden, ist der Appell, auf sein Bauchgefühl zu hören und nur in bestem Gesundheitszustand zu tauchen.

  1. Niemals allein und stets nach Plan tauchen!

Für ein sicheres Taucherlebnis sind folgende grundlegende Dinge zu beachten: Taucher sollten niemals allein tauchen gehen. Ein Austausch mit erfahrenen Tauchbegeisterten über Gegebenheiten oder Hindernisse des Tauchplatzes hilft, sich entsprechend vorzubereiten. Im Tauchsport gilt: Jeder Tauchgang muss geplant und auch nach Plan getaucht werden. Nach Abtauchen sollte in 10 bis 15 Metern ein Sicherheitsstopp eingelegt werden, um sicherzustellen, dass es allen Tauchpartnern gut geht und die Ausrüstung problemlos funktioniert. Es soll jederzeit die Möglichkeit bestehen, den Tauchgang abzubrechen.

  1. Wetter- und Strömungsverhältnisse beachten!

„Strömung ist im Attersee meist mäßig bis kaum vorhanden. Sollte durch Winde, oder andere Einflüsse doch Strömung vorhanden sein, kann man die Tauchgänge so anlegen, dass man gegen die Strömung startet und anschließend mit der Strömung entspannt zurücktaucht“, erklärt Familie Bockmüller von Under Pressure Diving Attersee. Die Wetterlage ist in jedem Fall zu beachten: Bei kaltem oder nassem Wetter empfiehlt sich das Tauchen mit einem Trockentauchanzug. Bei Unwetterwarnungen sind Tauchgänge nicht gestattet. Bei besonders heißen Temperaturen spielt Dehydration eine große Rolle, deshalb sollte man bereits am Vortag damit beginnen, ausreichend zu trinken.

Grundlegende Tipps für Bergtouren und Klettern:

  1. Wetter beobachten!

Nicht nur bei Wassersportaktivitäten, sondern auch am Berg sollte man das Wetter stets im Auge behalten. Ein Gewitter kann vor allem in einem Klettersteig zu einer tödlichen Gefahr werden, da man durch das Stahlseil immer einen Blitzableiter in seinen Händen hält. Im Zweifelsfall gilt es auf Nummer sicher zu gehen und die Tour zu verschieben. Darüber hinaus sollte man stets auf die Ausrichtung der Bergwand achten und sich fragen, ob man während der Tour der prallen Sonne ausgesetzt ist oder sich auf der schattigen Nordseite befindet.

  1. Wanderrouten checken!

Vor dem Start der Wandertour Informationen über die geplante Route einzuholen hat oberste Priorität. Dauer, Schwierigkeitsgrad und die Beschaffenheit des Bodens sowie das Wetter sind wichtige Indikatoren, die es vorab zu checken giltGreife besser auf anerkannte Medien und Wanderführer zurück und verlasse dich nicht auf Social-Media-Tipps. Während der Tour sollte man stets auf den gekennzeichneten Wegen bleiben und keinen Müll hinterlassen.

  1. Ausrüstung ist das A und O

Egal ob am Weg zur Alm oder zum nächsten Gipfelkreuz: Für Wanderer ist es unerlässlich, für ihre Touren auf eine entsprechende Ausrüstung zu setzen. Knöchelhohes sowie trittfestes Schuhwerk stellt dabei ein Muss dar. Darüber hinaus kann es nie schaden, eine wasserfeste Bekleidung wie z.B. eine Regenjacke mitzunehmen, um gegen Wetterumbrüche gewappnet zu sein. Ausreichend Sonnenschutz und Verpflegung wie Wasser und Nahrung sollten stets fixe Begleiter sein.

„Selbstüberschätzung, schlechte Tourenplanung, schlechte oder mangelhafte Ausrüstung: Das sind die häufigsten Fehler und Ursachen, die zu Unfällen führen“, erklärt Johann Resch von der oberösterreichischen Bergrettung und empfiehlt: „Mit leichten Touren beginnen, genug Zeit einplanen und früh losgehen. Kletteranfänger müssen einen Kurs besuchen, um den richtigen Umgang mit der Sicherung und der Technik zu erlernen.“

  1. Richtiges Verhalten bei der Begegnung mit Weidevieh 

Bei der Begegnung mit Weidevieh ist oberste Vorsicht geboten. Mutterkühe beschützen ihre Kälber, daher ist ein Aufeinandertreffen von Mutterkühen mit Hunden immer zu vermeiden. Sollte man unerwartet auf Kühe treffen, ist es daher wichtig, den Hund so rasch wie möglich anzuleinen und mit möglichst großem Abstand die Viehherde zu umgehen.

Mit diesen Tipps steht ungetrübten #attermoments nichts im Wege!

www.attersee-attergau.salzkammergut.at

© Eduardo-Gellner (1), OÖ-Tourismus/ Erber (1), TVB Attersee-Attergau/ Matthias Klugsberger (2)

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